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Israelische Soldaten fesseln verletzten Palästinenser im Westjordanland an Jeep – Video geht viral

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Jerusalem:

Israelische Truppen hätten während einer Razzia in der besetzten Westjordanland-Stadt Jenin einen verwundeten Palästinenser an ein Militärfahrzeug gefesselt, teilte die Armee am Sonntag mit und räumte ein, dass die Soldaten gegen Einsatzanweisungen verstoßen hätten.

Aufnahmen des Vorfalls, der sich am Samstag ereignete, gingen viral und zeigen einen Bewohner von Dschenin, der waagerecht auf der Motorhaube eines Militärjeeps festgeschnallt ist, als dieser durch eine enge Gasse fährt.

Das Militär teilte mit, der Palästinenser sei im Rahmen einer „Anti-Terror-Operation“ zur Festnahme gesuchter Verdächtiger verletzt worden.

Bei einem Schusswechsel zwischen Truppen und Militanten sei einer der Verdächtigen verletzt und festgenommen worden, teilte das Militär in einer Erklärung mit.

„Unter Verletzung von Befehlen und Standardverfahren wurde der Verdächtige von den Einsatzkräften festgebunden auf einem Fahrzeug festgenommen“, hieß es in der Erklärung.

„Das Verhalten der Einsatzkräfte im Video des Vorfalls entspricht nicht den Werten der israelischen Streitkräfte“, hieß es weiter.

„Der Vorfall wird untersucht und entsprechend behandelt“, sagte das Militär und fügte hinzu, der Verletzte sei zur Behandlung in den Palästinensischen Roten Halbmond gebracht worden.

Dschenin ist seit langem eine Hochburg palästinensischer Gruppen und die israelische Armee führt regelmäßig Razzien in der Stadt und dem angrenzenden Flüchtlingslager durch.

Die Gewalt im Westjordanland hatte bereits vor dem Ausbruch des Krieges zwischen Israel und Hamas am 7. Oktober zugenommen und ist seitdem nur noch weiter eskaliert.

Nach Angaben palästinensischer Beamter wurden seit Ausbruch des Gaza-Krieges im Westjordanland mindestens 549 Palästinenser von israelischen Truppen oder Siedlern getötet.

Einer von der Nachrichtenagentur AFP ausgewerteten offiziellen israelischen Zahlen zufolge wurden im gleichen Zeitraum bei palästinensischen Angriffen im Westjordanland mindestens 14 Israelis getötet.

Im Gazastreifen herrscht seit dem beispiellosen Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober seit mehr als acht Monaten Krieg. Einer auf offiziellen israelischen Zahlen basierenden AFP-Zählung zufolge kamen bei dem Angriff 1.194 Menschen, überwiegend Zivilisten, ums Leben.

Die Militanten nahmen 251 Geiseln, von denen sich 116 noch immer im Gazastreifen aufhalten. 41 von ihnen sind nach Angaben der Armee tot.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums des von der Hamas kontrollierten Gebiets sind bei der israelischen Militäroffensive gegen Gaza seitdem mindestens 37.551 Menschen getötet worden, ebenfalls größtenteils Zivilisten.

(Mit Ausnahme der Überschrift wurde diese Geschichte nicht von NDTV-Mitarbeitern bearbeitet und aus einem syndizierten Feed veröffentlicht.)

Kaynak

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