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Chinas PC-Hersteller erleben ein KI-Revival

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Künstliche Intelligenz haucht vielen Branchen neues Leben ein. Ein unerwarteter Nutznießer sind Personalcomputer, ein Sektor, der seit zwei Jahren unter einem weltweiten Nachfrageeinbruch leidet. Die in dieser Woche stärker als erwarteten Gewinne des weltgrößten PC-Herstellers bestätigen, dass KI-fähige Geräte für neues Wachstum sorgen werden.

Die chinesische Lenovo Group meldete für das dritte Quartal einen Umsatzanstieg von 9 Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar. Damit verzeichnete sie das zweite Quartal in Folge ein Umsatzwachstum und damit eine Trendwende nach fünf Quartalen mit Rückgängen. Der Nettogewinn für das Quartal hat sich mehr als verdoppelt.

Der Aufschwung, den der PC-Sektor bald erleben dürfte, ist einer der offensichtlichsten in der langen Liste von Branchen, die vom Hype um die generative KI profitieren dürften. PCs mit schnelleren Prozessoren und KI-Algorithmen, die Gespräche, Bilder und Sprachübersetzungen in Echtzeit generieren können, gibt es bereits.

Da Unternehmen wie Intel fortschrittliche Chipsätze für PCs bereitstellen, um neue KI-Operationen auszuführen und große Arbeitslasten zu verarbeiten, bedeutet dies natürlich, dass diese PCs eine höhere Leistung und einen effizienteren Stromverbrauch bieten. All dies sollte zu einer Verbesserung des alltäglichen Benutzererlebnisses und verbesserten Spielumgebungen führen.

Lenovo und Huawei dürften die größten Nutznießer der neuen Nachfrage in China sein. Das chinesische Unternehmen Huawei war einer der ersten PC-Hersteller, der die neuesten Chipsätze von Intel für seinen ersten KI-PC verwendete, der sein eigenes großes Sprachmodell verwendet. Intel prognostiziert, dass bis zum nächsten Jahr 100 Millionen KI-PCs mit seinen fortschrittlichen Prozessoren ausgeliefert werden. Die Gesamtnachfrage auf dem chinesischen PC-Markt (Tablets ausgenommen) dürfte nach einem starken Abschwung im Jahr 2023 in diesem Jahr wieder wachsen. Laut Canalys könnte das Wachstum im nächsten Jahr 10 Prozent erreichen.

Die Aktien von Lenovo sind im vergangenen Jahr um mehr als 50 Prozent gestiegen, was die Hoffnung auf eine Erholung des PC-Sektors widerspiegelt. Dennoch hat das Unternehmen deutlich schlechter abgeschnitten als globale Konkurrenten wie Dell, dessen Aktienkurs sich im vergangenen Jahr mehr als verdreifacht hat, sowie als regionale Konkurrenten wie Acer und Asustek, die beide um etwa 70 Prozent zulegten. Lenovo wird zum 14-Fachen des erwarteten Gewinns gehandelt, was einem Abschlag von mehr als einem Viertel gegenüber Dell entspricht.

Ein großer Teil der Rallye von Dell ist auf Wachstumserwartungen für das KI-Servergeschäft zurückzuführen. Lenovo hat sein KI-Infrastrukturangebot ebenfalls um eine Reihe von Servern und Rechenzentrumslösungen erweitert. Dieser schnell wachsende Sektor sollte bei zukünftigen konjunkturellen Abschwüngen im PC-Geschäft als wirksame Umsatzabsicherung dienen.

june.yoon@ft.com

Kaynak

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